Unser pädagogisches Konzept

Wir sind ein kleines, familiäres Unternehmen und wünschen uns für unsere Kindertagespflege eine liebevolle, herzliche und vertraute Atmosphäre, fast wie Zuhause. Hier sollen sich nicht nur die Kinder, sondern auch Eltern und MitarbeiterInnen rundum wohl und willkommen fühlen.
Damit Kinder sich geborgen fühlen können, brauchen sie verlässliche Bindungen, vor allem zum Betreuungspersonal. Wir glauben, dass echte Verbundenheit entsteht, wenn wir die Bedürfnisse der Kinder achtsam wahrnehmen und feinfühlig darauf eingehen, besonders dann, wenn sie sich noch nicht selbst ausdrücken können. So erleben sie: „Ich werde verstanden.“ Und nur so kann Beziehung wachsen.
Mit viel Empathie und Aufmerksamkeit begleiten wir die Kinder durch den Alltag, achten auf ihre Signale und begegnen ihnen mit offenem Herzen. Gleichzeitig legen wir großen Wert auf ein liebevolles Miteinander in der Gruppe. Die Kinder lernen bei uns Rücksichtnahme, Mitgefühl und gegenseitige Unterstützung, wichtige Bausteine für erste Freundschaften. Und genau auf diese kleinen Freunde freuen sich die Kinder oft am meisten!
Unser Bild vom Kind

In unserer Kindertagespflege nehmen wir jedes Kind als Individuum mit seinen persönlichen Kompetenzen und Herausforderungen an, und bieten seiner eigenen Entwicklung einen sicheren Raum, um zu wachsen. Jedes Kind darf bei uns eigenaktiv und neugierig neue Fähigkeiten erlernen und sich selbst in einer kleinen sozialen Gruppe kooperativ ausprobieren. Uns ist wichtig, die Kinderrechte aktiv in unseren pädagogischen Alltag zu integrieren. Die Kinder haben ein Recht auf Mitsprache, Respekt und eine eigene Meinung.
Unser Raumkonzept
Unsere Gruppenräume sind jederzeit in vier Raumfelder aufgeteilt, um den Kindern die Möglichkeit zu geben, sich in den vier Kernbereichen weiterzuentwickeln. Diese sind folgende:
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Kreativität
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Bewegung
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Rollenspiel
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Bauen und Konstruiere
In den jeweiligen Raumfeldern werden passend zu dem aktuellen Interessensgebiet der Kinder Spielmaterialien und Angebote zur Verfügung gestellt.

Partizipation
Partizipation nehmen wir wörtlich: Die Kinder bestimmen und gestalten ihren Alltag in unserer Kindertagespflege mit. Nur so können sie aktiv lernen, Selbstwirksamkeit entwickeln, Verantwortung für ihr Handeln übernehmen und erfahren, dass ihre Meinung zählt.
Im täglichen Morgenkreis überlegen wir gemeinsam, was wir erleben wollen. Die Kinder werden dabei entsprechend ihrer Entwicklung einbezogen. Die Größeren sammeln Vorschläge und stimmen ab, die Kleineren wählen zwischen Vorschlägen, die sich an ihren beobachteten Interessen orientieren.
Beim Essen suchen sich die Kinder aus verschiedenen Tischsprüchen einen aus, den wir gemeinsam sprechen, und äußern eigene Essenswünsche.
Auch die Raumgestaltung ist partizipativ. Die Kinder wählen und gestalten Spielmaterialien passend zu den Themen, die sie gerade beschäftigen.

Selbstwirksamkeit

Die Kinder werden bei uns dazu motiviert, zunächst kleinere Aufgaben selbstständig zu übernehmen (Jacke schließen oder Schuhe öffnen) und später dann auch komplexere Aufgaben selbstständig auszuführen (z.B. sich fertig machen, um raus zu gehen bei Matschwetter oder helfen, den Tisch zu decken). Unsere Räume sind so gestaltet, dass sich Möbel, Materialien und Gegenstände an der Größe und Stärke der Kinder orientieren. So haben sie überall die Möglichkeit der Teilhabe. Durch das selbstständige Erleben der Kindertagespflege in Verbindung mit dem hohen Maß an Partizipation wird die Selbstwirksamkeit gestärkt und damit auch die innere Kraft und Überzeugung, Handlungsabläufe und Probleme eigenständig lösen zu können. Zudem werden durch unsere Raumgestaltung und die Möglichkeit, selbstständig zu entscheiden, wo aktuelle Interessen liegen, neue Kompetenzen erlernt und das Kind so ganzheitlich gefördert.
Freispiel
Das kindliche Gehirn kann sich nur dann entwickeln und lernen, wenn es aus eigenem Interesse Handlungen beginnt. Aus diesem Grund gestalten wir die Raumumgebung immer so, dass das Umfeld den Interessen der Kinder entspricht. Hier können sie dann im Freispiel ihrer Kreativität freien Lauf lassen und sich selbstbestimmt entwickeln. Die Grundlage für ein gelingendes Freispiel zu schaffen, ist unsere pädagogische Hauptaufgabe. Unsere Spielmaterialien in den Räumen sollen die Möglichkeit dazu bieten, ohne die Kinder mit Reizen zu überfluten. Daher setzen wir hier auch auf wenige ausgewählte Alltagsgegenstände oder gesammelte Naturmaterialien, die mit etwas Fantasie und Kreativität zu allem werden können, was die Kinder brauchen. Außerdem stellen wir mit den Kindern gemeinsam Spielmaterialien passend zu ihren Interessensthemen her. Mit Hilfe von verschiedenen Werkzeugen und Spangen kann so z.B. aus einem einfachen Karton schnell ein Haus, eine Küche oder ein Auto werden. Zusätzliche Spielmaterialien werden mit den Kindern nach ihren Interessen ausgewählt.

Entwicklungsbegleitung

Wir in der Kindertagespflege haben nicht nur einen Erziehungsauftrag, sondern auch einen Bildungsauftrag. Beim Erziehungsauftrag liegt der Fokus auf dem sozialen Miteinander zwischen den Kindern. So sind z.B. Kinder unter drei Jahren häufig kognitiv noch nicht dazu fähig, die Perspektiven zu tauschen und sich in das Gegenüber hineinzuversetzen. Im Kita-Alltag führt dies zu Konflikten, die die Kinder im besten Fall lernen, selbstständig zu bewältigen. Die BetreuerInnen beobachten, erkennen die Bedürfnisse der Kinder und greifen ein, wenn es nötig ist.
Der Bildungsauftrag wird in verschiedenen Bereichen erfüllt. Zum einen lernen die Kinder, alltägliche Dinge selbstständig zu bewältigen. Unterstützt werden sie hierbei durch unsere kindgerechten Möbel und Materialien in der gesamten Einrichtung. Die Kinder dürfen alle Dinge selbstständig ausprobieren. Wir lassen den Kindern dabei die Zeit, die sie zum Lernen benötigen und leisten Hilfestellung, wenn nötig.
Durch das freie Spielen in unseren Raumfeldern, sowie durch pädagogische Angebote erkunden die Kinder gemeinsam mit uns die Welt.

Unser Gruppenalltag

Um den Kindern Sicherheit und Planbarkeit zu vermitteln, haben wir gewisse Alltagsstrukturen und Rituale. Zusätzlich gibt es aber auch viele Möglichkeiten, in denen die Kinder ihren Tag selbst gestalten können, denn nur durch eigene Teilhabe kann wirklich Wachstum und Entwicklung geschehen.
Außerdem sind Ruhephasen für Kleinkinder sehr wichtig, auch ältere Kinder benötigen diese noch regelmäßig. Daher haben wir separate Schlafräume und jedes Kind hat sein eigenes Bett. Wenn Kinder keinen Mittagsschlaf mehr machen, wird geruht, bevor es mit ruhigem Spielen weitergeht.
Eine weitere Ruhemöglichkeit bietet unsere Kuschelecke, in die sich die Kinder zurückziehen können. Beim gemeinsamen Vorlesen oder Musik hören kann ebenfalls entspannt werden. Je nach Bedarf werden Ruhephasen von uns initiiert.
08:00 – 09:00 Uhr – Ankommen & Begrüßung
Die Kinder dürfen im freien Spiel in Ruhe ankommen. Diese Zeit kann auch für kurze Elterngespräche genutzt werden.
09:00 – 09:15 Uhr – Morgenkreis
Begrüßungslied, Austausch über das Wetter und den Tag, die Kinder entscheiden mit.
09:15 – 09:45 Uhr – Frühstück
Gemeinsames Frühstück mit gesunden Leckereien, immer mit einem fröhlichen Tischspruch.
09:45 – 11:30 Uhr – Freies Spiel & Angebote
Freies Spiel, Angebote zu aktuellen Themen oder Ausflüge auf den Spielplatz oder in den Wald.
11:30 – 12:15 Uhr – Mittagessen
Frisch und ausgewogen, wir genießen unser Mittagessen in Ruhe.
12:15 – 13:30 Uhr – Ruhezeit
Mittagsschlaf, Vorlesen oder ruhige Aktivitäten, je nach Bedürfnis des Kindes.
13:30 – 14:30 Uhr – Nachmittagszeit
Nachmittagssnack und freies Spiel, drinnen oder draußen.
14:30 – 15:00 Uhr – Abholung & Verabschiedung
Aufräumen und ein ruhiger Abschied, wir erzählen vom Tag und verabschieden uns.

